The Clean Routine – Katharina Bürger

„Schneckenschleim und Sheet Masks sind in Korea schon längst überholt.“

Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
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Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
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Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
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Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
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Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
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Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty
 
Powder Paper Clean Routine Katharina Bürger Binu Beauty

 

Ich habe vor zwei Jahren mit Nami, meiner Schulfreundin, Binu Beauty gegründet. Es begann alles damit, dass Nami schon immer herrliche Seifen aus Korea mitbrachte – sie hat während des Studiums in Amsterdam gelebt, und wie es unter Freundinnen so ist, habe ich bei meinen Besuchen immer ihre Kosmetik mitbenutzt. So konnte ich die Seifen richtig kennelernen und war total hin und weg von dem weichen Schaum, dem Duft und der Wirkung. Ich liebe vor allem ihre Einfachheit – am Anfang habe ich immer noch aus dem Badezimmer gerufen „Was nehme ich denn zum Duschen? Was für’s Gesicht?“ Die Antwort war immer „Na, die Seife!“. Eine Weile lang stand es immer als Scherz unter Freundinnen nach einen Glas Wein im Raum, ob wir nicht gemeinsam Seifen machen sollten, aber dann bot sich irgendwann die Möglichkeit und es passte bei uns beiden. Ich komme aus dem Marketing und Nami ist Ingenieurin und wir ergänzten uns perfekt.

Nachdem wir alle möglichen Seifen, die wir in Deutschland finden konnten getestet hatten, und es einfach keine vergleichbare Qualität gab, haben wir die koreanischen Seifen nach Deutschland gebracht.

Unsere Produktion ist in in Damyang, im Süden von Korea. Nami’s Mama stellt dort unsere Seifen im Kaltverfahren in ihrer eigenen kleinen Manufaktur her. Die traditionelle Seife ist super vielseitig – in Korea wird sie als Geschirrspülmittel, verdünnt als Waschmittel und natürlich zur Körperpflege verwendet. Ich war 2016 zum ersten Mal in Korea und habe dort Seifen mit produziert – jede einzelne ist echte Handarbeit.

 

 

„Bei der Seifenherstellung entsteht Glycerin. Ein Stoff, der den industriell hergestellten Seifen oft entzogen wird.“

 

 

Bei der Seifenherstellung entsteht Glycerin. Ein Stoff, der den industriell hergestellten Seifen oft entzogen wird, um ihn für andere Produkte zu verwenden. Wir lassen das Glycerin aber in unseren Seifen, weil es ein toller Feuchtigkeitsspender ist, der auch von Natur aus in der Haut enthalten ist.

Unser Vorhaben bewegte mich auch dazu Inhaltsstoffe zu recherchieren und ich war total schockiert, was in der Kosmetik so alles erlaubt ist. Ich dachte immer, der Konsument sei geschützt. Seitdem ist mein Weg ganz klar zur Naturkosmetik, aber ich habe immer noch konventionelle Produkte, die ich nach und nach aufbrauche und ersetze.

 

Morgens

Morgens mache ich erstmal Yoga. In der Dusche benutze ich dann unsere Seife – je nach Jahreszeit und Bedürfnis meiner Haut wechsle ich zwischen den drei Varianten. Momentan benutze ich die Red Ginseng Facial Soap für etwas aus dem Gleichgewicht geratene Haut. Meine ist gerade dank der Wetterumschwünge besonders zickig. Die benutze ich für’s Gesicht, den Körper, und den feinen Schaum als Rasierschaumersatz. Bei unserem Händler Belladonna in der Bergmannstraße habe ich endlich das ideale Shampoo für meine feinen Haare gefunden – das Pflegeshampoo Ingwer & Bambus von Schoenenberger. Meine Haarspülung ist der Rosemary Grapefruit Conditioner von Stop The Water While Using Me – sehr passend, denn während die Spülung einwirkt sollte man wirklich kurz das Wasser ausstellen.

In meine Haare kommt nach der Wäsche immer ein bisschen Kokosöl. Ich vermische es mit etwas Wasser zu einer leichten Emulsion und kämme es in die Spitzen, bevor ich mein Haar föhne.

Wegen meiner Hyperpigmentierung auf der Stirn teste ich gerade das Age Protect Serum und die Age Protect Creme von Santaverde, die für eine bessere Verteilung des Melanin sorgen sollen. Ich habe gleich gemerkt, dass meine Sonnenflecken weniger dunkel sind. Meine Proben sind nun aufgebraucht. Die beiden Produkte sind für den Geldbeutel ein echtes Investment. Das ist es mir aber bei den Ergebnissen wert. 

Danach verwende ich unser Feuchtigkeitsserum von Binu (aktuell in Reformulierung und bald wieder erhältlich). Pure Öle verträgt meine Mischhaut nicht besonders, deshalb mische ich sie immer mit Wasser oder Toner zu einer Emulsion und im Winter mische ich auch immer etwas in meine Tagespflege.

Wenn meine Haut es gerade braucht kommt morgens manchmal eine koreanische Feuchtigkeitsmaske von Innisfree oder an besonderen Tagen eine Tuchmaske, zum Beispiel die Hydrogel Seed Mask von Whamisa, zum Einsatz. Nami bringt mir jedes Jahr Tuchmasken mit, wenn sie in Korea ist. Ich mag es, dass ich die Reste der Maske am Ende in die Haut einklopfen und damit das Serum ersetzen kann.

 

 

„In Korea hat Naturkosmetik einen sehr hohen Marktanteil.“

 

 

In Korea hat Naturkosmetik einen sehr hohen Marktanteil. Schneckenschleim und Sheet Masks sind dort schon längst überholt, während in Italien gerade die Schneckenzüchter nicht mehr hinterherkommen und der Trend gerade erst richtig bei uns ankommt.

Koreanerinnen sehen einfach immer viel jünger aus – das Credo der koreanischen Frauen ist „Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit – und Sonnenschutz“. Ich benutze gerade den Sun-Pact mit SPF 50 von Whamisa, der sehr cool ist. Er kommt erst bald auf den Markt. Ich habe ihn von Won von Whamisa geschenkt bekommen – wir sind mittlerweile Freunde. Der Sun-Pact weißelt ein bisschen, aber das ist bei Naturkosmetik ja immer so. Sonnenschutz färbte bei mir schon oft auf der Kleidung ab und deshalb benutze ich für den Körper leider wirklich einen konventionellen aus der Drogerie. Ich warte immer noch auf den perfekten natürlichen Sonnenschutz für den Körper.

 

 

„In meiner Familie versuche ich langsam alle an die Naturkosmetik heranzuführen.“

 

 

Körper

Zu Weihnachten habe ich eine fette, reichhaltige Body Butter angerührt und an meine ganze Familie verschenkt. Mein Vater benutzt sie für sein Gesicht und glänzt jetzt immer ordentlich … aber ich bin froh, dass ich ihn von der Nivea-Creme wegbekommen habe! Ich bin sozusagen der Missionar in meiner Familie und versuche alle langsam an die Naturkosmetik heranzuführen. Meine Mutter habe ich mit unserem Serum überzeugen können.

Die Shea & Kukui Nut Body Butter von Golden Glow habe ich auf der Vivaness-Messe entdeckt. Die Marke kommt aus einem kleinen Ort in Hessen und ihre Body Butter steht jetzt abends neben meinem Bett, damit ich immer etwas gut riechendes „zur Hand“ habe. Es gibt mittlerweile so viele tolle Marken aus Deutschland, die ganz unterschiedliche Naturkosmetik herstellen, und auf der Vivaness habe ich einige Neue entdeckt. Nächstes Jahr haben wir vor, einen Berliner Gemeinschaftsstand zu machen.

Mein Deo ist das Fine x Foxycheeks Stick „Minty Something“ und ich liebe den minzigen Geruch so sehr, dass es für mich auch ein bisschen das Parfüm ersetzt.

 

Make-Up

Mein Gesicht sieht nach dem Sonnenschutz etwas blasser aus, deshalb verwende ich die Foundation von Dr. Hauschka. Sie ist nicht so decken und ich kann die Farbe deshalb das ganze Jahr über tragen. Mein Kajal von Nature Republic ist auch aus Korea – er hat eine traditionelle Khol-Form, die ich jetzt auch schon öfter bei Marken aus aller Welt gesehen habe. Mascara habe ich als erstes ausgetauscht und benutze schon lange gar keine konventionelle mehr – die Volume Mascara von Dr. Hauschka ist super.

Ich liebe Universalprodukte, die man sowohl als Rouge, Lidschatten und Lippenstift benutzen kann. Es sieht immer sehr frisch aus, etwas Rouge über die Augen zu verteilen, oder den Und Gretel Tagarot Lipstick in Apricot als Rouge zu benutzen. Lippenstifte findet man deshalb immer in allen meinen Taschen; momentan mag ich am liebsten den knallroten Aroha von Nui Cosmetics.

 

Abends

Abends ist es natürlich wichtig, sich ordentlich abzuschminken und dafür sind unsere Seifen wunderbar. Dreimal in der Woche benutze ich die Bamboo Charcoal Facial Soap und lasse sie ein Paar Minuten einwirken, um alle tief liegenden Unreinheiten zu entfernen. Wir haben auch eine kleine Gesichtsbürste, die sowohl geeignet ist, den feinen Schaum zu kreieren als auch das Gesicht bei der Reinigung mit den Seifen gleichzeitig sanft zu massieren. Sie ist eine gute Alternative zu strombetriebenen Gesichtsbürsten.

Alles was an Pflege wirken soll, benutze ich abends! Ich mag den typisch koreanischen Organic Flower Ferment Toner von Whamisa besonders gerne – er ist etwas dickflüssiger und spendet viel, viel Feuchtigkeit. Je nachdem, wie meine Haut sich gerade anfühlt benutze ich ein paar Mal in der Woche eine Peelingmaske. Aktuell teste ich die Enzyme Peel Mask von Organic Pharmacy mit Fruchtsäuren und Vitamin C, die helfen soll, Hyperpigmentierung zu mindern. Besonders treu bin ich Masken aber nicht!

 

 

„Ich will bald mal eine einstündige chinesische Gesichtmassage probieren.“

 

 

Treatments

Zwei Mal im Jahr gehe ich zu Jana Pákozdi bei Haut und Sein in Mitte und mein ganzer Körper fühlt sich danach immer komplett tiefenentspannt an, auch wenn es ja eigentlich nur eine Behandlung für das Gesicht ist. Vor Jana hatte ich gar keine Erfahrung mit Kosmetikern – ich glaube, das liegt vielleicht daran, dass meine Mutter auch nie zur Kosmetikerin ging. Solche Rituale werden entweder weitergegeben oder nicht. Jetzt mag ich es aber sehr und will auch bald mal eine einstündige chinesische Gesichtsmassage probieren.

 

Haare

Zu Mod’s Hair am Monbijouplatz gehe ich jetzt schon seit mehr als sieben Jahren. Es fällt bloß nie jemandem auf, wenn ich gerade mal wieder dort war – es ist bei mir immer das gleiche Programm: Strähnen und eine Länge, die meine feinen Haare voluminöser macht. Als ich zuletzt da war meinte mein Friseur ganz cool „Nein, bei dir schneiden wir heute nichts – deine Haare sind noch so gesund.“ Er kennt meine Haare mittlerweile einfach. Seitdem ich meine Strähnen dort mit Ölfarben färben lasse sind sie viel gesünder und brechen nicht mehr so leicht ab. Bei feinem Haar macht das viel aus!

 

Duft

Parfum steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste der durch Naturkosmetik auszutauschenden Produkte. Ich habe schon viele natürliche Düfte ausprobiert, die schön waren, aber es war einfach noch nicht mein „Signature-Scent“ dabei. Ich benutze deshalb noch konventionelles. Seitdem ich weiß, dass Parfum in den INCIs nicht deklariert werden muss, sprühe ich es aber nur noch auf die Kleidung und nicht direkt auf die Haut und habe gemerkt, dass seitdem auch meine Pigmentflecken komplett verschwunden sind. Im Prenzlauer Berg gibt es einen wunderbaren Laden, MDC Cosmetic, der natürliche Parfums hat, die aber natürlich auch ihren Preis haben. Ich glaube, ich muss die Suche nach meinem perfekten Naturkosmetikduft endlich nochmal aktiv angehen!

 

Foto + Text: Katharina Bürger @binubeauty interviewt von Aniko Legner @nogelato für Powder Paper

 

 

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