The Clean Routine – Melanie Christou

Melanie Christou Organic Makeup Artist London
Organic Make-Up Artist, London
„Meine Beziehung zur Kunst ist zu emotional, darum wurde ich Make-Up Artist.“

Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
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Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
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Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
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Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou
 
Powder Paper Clean Routine Melanie Christou

 

Ich bin in Zypern aufgewachsen und habe in Nottingham Bildende Kunst studiert, bevor ich nach London zog. Ich liebe Kunst, aber habe einfach eine zu emotionale Beziehung dazu – ich könnte mir nie vorstellen, meine Kunst zu verkaufen oder auch nur zu veröffentlichen. Für Make-Up habe ich mich schon immer nebenbei interessiert – YouTube Videos, Make-Up für Freunde – das Übliche. Nach meinem Abschluss fühlte ich mich wohler damit, Make-Up professionell zu verfolgen als Kunst und ich habe einen dreimonatigen Kurs an der London School of Media Makeup gemacht.

Meines ökologischen Fußabdrucks war ich mir schon immer bewusst, aber was Beauty betrifft habe ich das lange nicht miteinander in Verbindung gebracht. Ehrlich gesagt hatte ich bis vor ca. einem halben Jahr keine Ahnung, dass die Green Beauty Industrie überhaupt existierte! Ich habe bei einem Test-Shoot Madara von What’s Your Legacy kennengelernt – wir haben uns angefreundet und angefangen, öfter miteinander zu shooten. Als sie einen Artikel über Green Makeup Artist Khandiz Joni schrieb wurde ich zum ersten Mal auf natürliche Kosmetik aufmerksam. Ich schrieb Khandiz sofort eine E-Mail um sie um Rat zu fragen – ich hatte gerade begonnen mich mit Naturkosmetik auseinanderzusetzen, aber je mehr ich online recherchierte, umso verwirrter war ich. Khandiz empfahl mir, Content Beauty (ein Naturkosmetikgeschäft im Londoner Stadtteil Marylebone) zu besuchen, wo sie zu dem Zeitpunkt eine Installation im Schaufenster kuratiert hatte. Ich ging hin, mit einer Kopie meines Lebenslaufs in der Tasche, nur zur Sicherheit. Den habe ich dort gelassen und ein paar Monate später hatte ich die Zusage für meinen jetzigen Job. Währenddessen habe ich The Nature of Beauty, das Buch der Content-Gründerin Imelda Burke verschlungen. Ich war wie besessen von diesem Buch! Es ist eine gute Einführung in die Naturkosmetik und nach dem Lesen hat man auch ohne Vorwissen genug Verständnis für Inhaltsstoffe, um Labels lesen zu können.

Ich bin jetzt der In-House Make-Up-Artist bei Content und bin für Makeovers im Laden sowie für die Kundenberatung zuständig. Jeder kann mit seiner Make-Up-Tasche bei uns vorbeikommen und wir finden gemeinsam natürliche Alternativen für die Produkte. Der Service ist kostenlos! Alle Paar Wochen haben wir Workshops mit Kosmetikmarken und ich lerne wahnsinnig viel. Es ist fast als würde ich jeden Tag zur Schule gehen.

 

„Wenn ich mein Geld Naturkosmetikmarken gebe, weiß ich, dass ich diese Einstellung unterstütze.“

 

Mir ist der Umweltschutzaspekt in Bezug auf Naturkosmetik am wichtigsten – das ist der Hauptgrund, weshalb ich umgestiegen bin. Ich unterstütze lieber eine kleine Indie-Marke, die keine umweltschädlichen Toxine benutzt, Details wie die Verpackung durchdenkt und dafür biologisch abbaubare Materialien verwendet. Wenn ich mein Geld Naturkosmetikmarken gebe, weiß ich, dass ich diese Einstellung unterstütze. Große Konzerne haben zwar genug Geld, nutzen es aber nicht für die richtigen Zwecke. Ich bin aber immer noch kein völliger Environmentalist – um das zu erreichen müsste man ja komplett autark leben. Ich sehe es vielmehr als einen Prozess an.

 

„Für Gesichtsreiniger und Tagespflege gebe ich gerne etwas mehr aus.“

 

Aus beruflichen gründen teste ich viele Produkte und bin ihnen deshalb nicht sehr loyal. You only live once! Ich habe eine Schwäche für Cleanser, und suche immer nach einer ganz speziellen Textur. Am Liebsten sind mir leicht schäumende und abwaschbare Formulierungen – ein Musselintuch verwende ich nur ungern. Momentan benutze ich morgens das Intelligent Nutrients Purifying Cleansing Gel, aber ich habe auch gerade einen Tester des Antipodes Juliet Brightening Gel Cleanser hier und bin mir sicher, dass das meine nächste Investition wird – der Cleanser ist unglaublich gut! Ich hasse es, wenn nach der Reinigung ein öliger Film zurückbleibt, weil ich zu Unreinheiten neige. Darum gebe ich besonders für Gesichtsreiniger und Tagespflege gerne etwas mehr aus.  Nach der Reinigung verwende ich den MV Organics Rose Hydrating Mist (vegan). Toner liebe ich! Manchmal bringe ich mein Rosenwasser aus Zypern mit – eine gute Freundin meiner Großmutter stellt es selbst aus den Rosen in ihrem Garten her. Meinen Moisturizer bringe ich auch immer aus Griechenland mit, obwohl er von einer Schweizer Marke stammt. Den benutze ich schon immer. Obwohl ich gerne Produkte ausprobiere glaube ich, dass jeder so einen Liebling hat, den er einfach schon immer benutzt hat.

 

„Ich hatte früher schlimme Akne und habe herausgefunden, dass ‚Kein Make-Up‘ für mich die einfachste, schnellste und beste Methode zum Klären der Haut ist.“

 

Meine Theorie ist es, dass richtige Hautpflege das beste Makeup ist. Wenn meine Haut sich z.B. trocken anfühlt, fokussiere ich mich lieber auf die Pflege und das ersetzt mein Make-up. Es ist mir wichtiger, Probleme zu beheben anstatt sie einfach nur zu verdecken. Ich hatte früher schlimme Akne und habe herausgefunden, dass ‚Kein Make-Up‘ für mich die einfachste, schnellste und beste Methode zum Klären der Haut ist. Ob jemand meine Pickel oder Aknenarben sehen konnte war mir egal. Die Gesundheit meiner Haut ist mir wichtiger, als jedes Urteil über sie! Außerdem habe ich bei einer Kosmetikerin in Zypern einen Sommer lang eine Infrarottherapie gemacht – die hat meine Aknenarben komplett entfernt. Zwar teuer, aber wirklich wirksam. Meine Kosmetikerin ist für mich jetzt fast wie eine Mutter – unsere Beziehung ist sehr eng. Ihr Rat, die Pflege so simpel wie möglich zu halten, hat mir geholfen meine Haut in Balance zu bringen.

 

„Etwas Glanz unter den Augen sieht einfach gesund aus.“

 

Make-up trage ich fast nie. Wenn doch, dann benutze ich den Pixi Illuminating Tint & Conceal Tinted moisturizer – ich weiß, der ist nicht komplett natürlich, hat aber eine ideale Deckkraft und fühlt sich auf meiner Haut nicht ölig an, sondern beinahe wie ein Serum. (Anmerkung des Interviewers: an dieser Stelle unterbreche ich Melanie, um sie von meiner Begeisterung für die Gressa Skin Minimalist Serum foundation in Kenntniss zu setzen, welche die perfekte natürliche Alternative ist und all ihre Wünsche erfüllt.). Mein Lieblingsconcealer ist seit Kurzen der HIRO Space Balm (vegan). Ich habe ihn zum Ersten Mal bei einem Shooting mit What’s Your Legacy probieren können und mich sofort verliebt. Ich benutze ihn für Augenringe und die feuchtigkeitsspendende Textur verträgt sich gut mit der trockenen Haut unter meinen Augen. Ich kann nicht sagen, wieso, aber ich liebe es, etwas Glanz unter den Augen zu haben. Es sieht einfach gesund aus. Für etwas Farbe benutze ich das benecos Natural Fresh Bronzing Duo (vegan). Ich mag es, dass der Bronzer nicht wahnsinnig stark pigmentiert ist, sodass man keine Angst haben muss zu viel Produkt mit dem Pinsel aufzunehmen. Meine Brauen fasse ich nicht mehr an und benutze nur ein bisschen vom Jane Iredale GreatShape Eyebrow Kit in Blonde. Ich habe sie eine Zeit lang viel zu dünn gezupft und das war kein guter Look – falls der Trend der dünnen Augenbrauen jemals ein Comeback hat, werde ich diejenige sein, die zu cool ist um Trends zu folgen.

 

„Für einen professionellen Make-Up-Artist ist das Umstellen auf Naturkosmetik ein Prozess.“

 

Für einen professionellen Make-Up-Artist ist das Umstellen auf Naturkosmetik ein Prozess, und mein Kit ist immer noch nicht zu 100% natürlich oder bio. Ich bin aber auf dem Weg dorthin und sobald ich etwas aufbrauche ersetze ich es durch ein Naturkosmetik-Produkt. Eine Herausforderung waren gute Base-Produkte. Besonders wenn es um warme Untertöne geht, gibt es nicht viele passende Foundations, die goldene oder olivfarbene Töne abdecken. Meine Lieblinge hier sind auf jeden Fall die Foundations von Kjaer Weis und Alima Pure (vegan). Kjaer Weis‘ Foundation kann sogar mit konventionellen Marken mithalten. Ich liebe die Marke und habe absolut nicht das Gefühl, an Performance einbüßen zu müssen, wenn ich die Produkte benutze. Alima Pure hat eine super Farbauswahl und hat gerade eine Flüssigfoundation herausgebracht, die ich unbedingt probieren möchte.

Melanie Christou Organic Makeup Artist loves Vapour LipsticksWenn ich abends ausgehe trage ich Lippenstift. Ich liebe die von Vapour Organics und habe sehr viele Farben. Ein absoluter Favorit ist auch Absolution no. 3.

 

„Ich mag es nicht, wie süß und puppenhaft Mascara an mir aussieht.“

 

Ich wäre so gerne jemand, der Augen-Make-Up tragen kann. Als Make-Up-Artist ist das genau mein Ding, aber persönlich fühle ich mich immer nicht wie ich selbst, wenn ich zu viel auf meinen Augen trage. Das einzige, was ich ab und zu mache, ist etwas braunen Eyeliner auf meinem Lid zu verschmieren. Nicht einmal Mascara benutze ich. Ich habe von Natur aus sehr lange, dunkle Wimpern und mag es nicht, wie süß und puppenhaft Mascara an mir aussieht. Das ist mir zu viel. Bei Shootings benutze ich die W3ll People mascara, und möchte bald die von Ere Perez ausprobieren. Sie soll angeblich so wasserfest sein, wie es mit natürlichen Inhaltsstoffen nur geht.

An Tagen an denen ich Make-Up trage, reinige ich mein Gesicht immer doppelt. Zum Entfernen des Make-ups benutze ich den Twelve Purifying Cleansing Beauty Cream (vegan). Wenn ich gerade zu Unreinheiten neige, verwende ich im Anschluss etwas Juice beauty Blemish Control Serum (vegan). Immer wenn ich mal Pizza oder zu viel Zucker esse, bekomme ich sofort Unreinheiten. Das ist wohl ein klarer Beweis, dass dort ein Zusammenhang besteht. Das Serum fühlt sich leicht an, verstopft meine Poren nicht und klärt meine Haut. Ansonsten sprühe ich nur etwas Rosenwasser auf das Gesicht. Ich glaube es gibt zwei Arten von Menschen – die einen schichten Nachts die Feuchtigkeitspflege dick auf, aber für mich ist es wichtiger, die Haut atmen zu lassen. Tagsüber ist sie ständig unter einer Schicht Make-Up oder Sonnenschutz versteckt, und hat sonst nie wirklich Zeit sich zu erholen. Daher halte ich meine Pflege Abends so sparsam wie möglich.

 

Ich höre auf das, was meine Haut mir signalisiert.“

 

Ich höre auf das, was meine Haut mir signalisiert. Wenn sie keine Probleme bereitet, dann lasse ich sie auch in Ruhe. Aber wenn sie mich anschreit ‚Tu etwas – sofort!‘ dann kommen Masken und Peeling zum Einsatz. Gesichtsmasken sind meine Lieblings-Hautpflege, weil ich von Natur aus ungeduldig bin und sie sofort ein sichtbares Ergebnis liefern. Mein aktueller Favorit ist die Maire Marie Veronique Organics Purifying mask (vegan). Ich mag Masken, die man selbst mit Wasser anrührt. Falls ich eine stärkere Peeling-Wirkung brauche, dann benutze ich die Tata Harper Resurfacing mask (vegan). Salicylic Acid wirkt für meine Haut Wunder und ich bin ein bisschen süchtig danach, versuche sie aber nicht zu benutzen wenn es mal sonnig in London ist, weil sie photosentitiv ist. Außerdem liebe ich es, den Heilerde-basierten Evolue Exfoliating cleanser als Peeling zu benutzen. Er enthält Hafer als Peeling-Partikel und ist deshalb besonders sanft.

 

Wer in England lebt und einen 9–5 Job und braucht wirklich nicht jeden Tag Sonnenschutz!“

 

Ich sollte das vielleicht nicht zugeben, aber ich verwende Sonnenschutz nur am Strand. Das ist vielleicht eine kontroverse Meinung, aber ich denke nicht dass es nötig ist jeden Tag eine Sonnencreme zu benutzen. Vor allem mit einem Lebensstil wie unserem. Wer in England lebt und einen 9–5 Job hat- oh bitte, der braucht wirklich nicht jeden Tag Sonnenschutz! Für mich ist Sonnencreme außerdem eine zusätzliche Schicht auf der Haut, die meine Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen kann. Die einzige Sonnencreme, die meine Haut verträgt, ist die Heliocare Gel Oil Free (not natural) Sonnencreme. Sie fühlt sich leicht wie ein Serum an. Ansonsten trage ich immer einen Hut – ohne Hut kann ich nicht zum Strand gehen.

Ich bin momentan komplett besessen von diesem Conditioner – falls das Paradies ein riesiger Garten ist, dann stelle ich mir vor er duftet so wie der Intelligent Nutrients Pureluxe Conditioner (vegan). Lass ihn als Maske eine Weile im Haar und du wirst die besten Haare deines Lebens haben. Zumindest für einen Tag. Er enthält einen hohen Anteil an essentiellen Ölen, die durch den Dampf in der Dusche intensiviert werden und wie eine Aromatherapie wirken. Ich bin mit griechischen Marken wie Korres und Apivita als meine Go-Tos aufgewachsen und benutze momentan das Apivita Propoline Shampoo (vegan). Nachdem ich nach London gezogen bin fingen meine Haare an, dünner zu werden und deshalb versuche ich sie nun weniger zu waschen als früher. Mindestens drei Tage sollten zwischen den Wäschen liegen. Ich mache gerne Haarmasken mit Conditioner oder Kokosöl und habe auch schon versucht, meine eigene Maske mit essentiellen Ölen zu mischen. Dabei habe aber einmal die Verhältnisse nicht gut getroffen und furchtbare Kopfschmerzen vom Ergebnis bekommen. Das war nichts.

Beim Duschgel bin ich nicht wählerisch, aber ich stelle momentan auf Kernseifen um, um Verpackungsmaterial zu sparen. Ich benutze die Korres Chamomile and Almond Oil Face and Body soap bar (vegan). Es braucht ein bisschen Gewöhnung, aber ich benutze die Seife mit Peelinghandschuhen und mag den glättenden Effekt. Außerdem schäumt die Seife damit besser.

Body Lotions mit Duft sind praktisch mein Alltagsparfum, momentan benutze ich die Antipodes Joyful Hand and Body cream (vegan). An besonderen Anlässen trage ich auch mal Parfum, aber da ich dazu neige, sehr schnell Kopfschmerzen zu bekommen, halte ich mich zurück und trage gern leichte Düfte. Ich liebe Abel Golden Neroli (vegan)!

 

Foto + Text: Melanie Christou @mealniechristoumua interviewt von Aniko Legner @nogelato für Powder Paper

 

Hier geht’s zu Aniko’s Clean Routine!

 

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